Diplomarbeit
Dienstag, 09. September 2008 um 21:45
Die Diplomarbeit steht aktuell immer noch am Ende des gewöhnlichen (Diplom-) Psychologiestudiums und erbringt den anerkannten Beweis, dass der Studierende in der Lage ist, eine wissenschaftliche Fragestellung sachgerecht aufzuarbeiten, Instrumente zu verwenden oder zu entwickeln, um diese Fragestellung angemessen zu untersuchen und die Ergebnisse der erfolgten Untersuchung kritisch aufzuarbeiten.
Nicht immer befähigt die Fragestellung oder das zur Verfügung stehende Instrumentarium zu einer perfekten Untersuchung, auch wenn das durchaus wünschenswert ist, so dass sich zahlreiche Diplomarbeit letztendlich mit der Frage beschäftigen:"Werde ich etwas vorfinden ?". Die Art der Untersuchung ist deshalb nicht unwissenschaftlicher, sondern schlichtweg "anders". Wir unterscheiden induktive von deduktiven Vorgehensweisen, bei denen deduktive Herangehensweise deutlich beliebter ist, weil sie Rechtfertigungen und Bestätigungen liefert. Sie ist nicht in der Lage neue Sachverhalte zu entdecken, so wie es die induktive Methode möglich macht.
Nun wird es nicht mehr lange dauern und auch ich werde mich mit der Fragestellung beschäftigen müssen, die ich im Rahmen der Diplomarbeit genauer untersuchen möchte. Concept Maps z.B. (Eine spezielle Form der Mind Maps) scheinen mit einem kognitiven Vorteil beim Lernen verbunden zu sein. Auch wenn man bisher rein intuitiv angenommen hat, dass dieser Vorteil besteht und das seine Ursache in den Concept Maps liegt, gibt es kaum wissenschaftliche Untersuchungen, die diesen Zusammenhang eindeutig belegen können. Die zugrunde liegende Frage muss also lauten:"Haben Concept Maps tatsächlich Einfluss auf die Lern- und Behaltensleitstung?".
Nicht schlecht, wie ich finde, denn es gilt, eine ungeprüfte Tatsache zu untersuchen, dessen Ergebnis gar nicht so sicher sein muß, wie es auf den ersten Blick - ganz subjektiv - erscheint.
Wir werden sehen, wohin uns das führt. Ich bin sehr gespannt.