Viele Wege, ein Ziel...
Samstag, 03. Januar 2009 um 14:08
Das heute bekannte Internet ist mit dem ursprünglichen "arpa.net" bereits halb so alt wie die erste leistungsfähige Computertechnologie und auch schon in den 70er Jahren haben sich die vor allem institutionell ausgerichteten Betreiber Gedanken über die Präsentation gemacht.
Während die Anfangszeiten noch von farbigen Buchstaben und Sonderzeichen geprägt waren, wurden in den letzten Jahren grafische und multimediale Elemente immer wichtiger. Es wird zunehmend der Versuch unternommen, das reale Leben im Internet abzubilden. Psychologisch betrachtet (Computermetapher) ist dies eine durchaus logische und sinnvolle Entwicklung. Wenn Menschen wie Computer funktionieren, dann kann man auch die Computer im Bezug auf den daran arbeitenden Menschen optimieren.
Private Webseiten stellen meistens die einfachste Art der Kommunikation im Internet dar; sie präsentieren eine Person, ein Thema, eine kleine Einrichtung vor allem mit Text und einigen wenigen Schaubildern oder Fotos. Wer darüber hinaus aus der Menge an inzwischen unüberschaubaren Webseiten heraus stechen möchte, der kann sich nicht mehr länger auf ausgetretenen Pfaden bewegen. Es gilt, am Puls der Zeit zu lauschen, zukünftige Trends zu entdecken, neue Techniken vorauszusehen und im Idealfall eigene Ideen, Trends oder Techniken zu entwickeln, um seinen Mitbewerbern nur einen kleinen Schritt voraus zu eilen.
Webdesign, - so wie das erstellen von Webpräsenzen allgemein,- sollte diese Aspekte berücksichtigen. Kreativität findet man nicht im Supermarkt und es wird auch subjektiv gerne unterschiedlich als kreativ empfunden, was evtl. ein künstlerisches Meisterwerk ist.
Viele Kunden wünschen sich z.B. eine lebendige, quirlige, automatisierte Webseite, in der ein Besucher keine andere Wahl hat, als sich permanent zu wundern, überrascht zu sein, oder beweglichen Elementen hinter her zu schauen.
Ich sage es, wie es ist: Das ist in den meisten Fällen abwegig und nicht zielführend.
Wer Informationen hat, sollte sich in erster Linie um deren thematisch sinnvolle Präsentation kümmern, anstatt den Besucher mit Verwirrung in die Flucht zu schlagen.
Bis zur fertigen, professionellen Webseite bedarf es deshalb einer großen Anzahl an Gesprächen zwischen Auftraggeber und Kunde, um Realitäten von Utopien abzugrenzen, Planung, Vorstellungskraft und organisatorische Grenzen aufeinander abzustimmen, den Kundenwunsch möglichst genau zu erfassen und das Konzept in die virtuelle Gegenwart zu transportieren.
Genau damit beschäftige ich mich nun seit ca. 5 Jahren und sehe, dass man niemals dauerhaft auf Fähigkeiten und Verständnis ausruhen kann und jede Webseite nach kurzer Zeit (design-)technischer oder psychologischer Erkenntissteigerung verbesserungsfähig wäre. Das ist leider ein unumgängliches Phänomen der Webseitengestaltung, solange man nicht über besondere prognostische Fähigkeiten verfügt und soll hier an dieser Stelle nur daran erinnern, dass es stets um Zielsetzung und Zufriedenheit des Kunden nach
aktuellen Maßstäben geht.
http://www.cybergeography.org/atlas/historical.html
http://som.csudh.edu/cis/lpress/history/arpamaps
http://www.drweb.de